Hunde-Pension
Tierpsyhologische-Beratung
Susanne Venthien
Pension
für Hunde aller Rassen nach Vorstellung und Absprache:
Adresse: 25377 Kollmar, Strohdeich 35
Hunde-Einzeltraining
für alle Rassen nach Vorstellung und Absprache
Ethologie (Verhaltensbiologie) und
Evolution
Vom Wolf zum Hund: Das Verhalten wird fundamental
durch die Abstammung vom Wolf und die
jahrtausendelange Domestikation geprägt.
Artgerechte Bedürfnisse: Die Haltung muss biologischen
Grundbedürfnissen entsprechen (Bewegung,
Ruhephasen, soziale Nähe und mentale Auslastung).
Rassespezifische Genetik: Die Evolution hat Jagd-, Hüte-
oder Wachhunde für bestimmte Aufgaben geformt. Diese
genetischen Veranlagungen bestimmen die
Motivationsstruktur maßgeblich.
Tierpsychologie
Die wichtigsten Grundpfeiler der Tierpsychologie
mit dem Schwerpunkt Hund basieren auf dem
Verständnis, dass Hunde biopsychosoziale Wesen
sind, deren Verhalten durch Evolution, Genetik,
Umwelt und Lernen gesteuert wird. Das Ziel ist es
nicht, den Hund bloß zum „Funktionieren“ zu bringen,
sondern die Ursachen hinter seinem Verhalten zu
begreifen. - Lese dazu auch einige Hinweise auf der
Seite „Das bin ich“ - mein Philosophie.
Der Unterschied zum klassischen Hundetraining:
Während ein Hundetraining dem Hund Signale wie
"Sitz", "Platz" oder "Fuß" beibringt
(Symptombekämpfung), sucht die Tierpsychologie
nach dem Warum. Das Ziel einer Beratung ist es, den
emotionalen Zustand des Hundes zu verändern (z. B.
aus Angst entspannte Neutralität zu machen),
wodurch das unerwünschte Verhalten dauerhaft
verschwindet.
Säulen der Hundepsychologie gliedern sich in
folgende Kernbereiche:
Impressum Susanne Venthien - 25377 Kollmar, Strohdeich 35
Die vier biologischen
Grundmotivationen
Jedes hündische Verhalten lässt sich psychologisch auf
vier evolutionäre Antriebe zurückführen:
Jagdmotivation: Das Aufspüren, Verfolgen und Packen
von Beute.
Territorialmotivation: Das Sichern und Verteidigen des
eigenen Lebensraums.
Sexuelle Motivation: Der Fortpflanzungstrieb und das
hormongesteuerte Verhalten.
Sozialmotivation: Das Bedürfnis nach Bindung,
Zugehörigkeit und Interaktion im Gruppenverband.
Lernpsychologie und Kognition
Positive Assoziation: Hunde lernen am nachhaltigsten
über positive Verstärkung (Belohnung, Lob) und nicht
über Angst oder Gewalt.
Klassische & Operante Konditionierung: Verknüpfung
von Reizen (z. B. Clicker) und das Lernen durch die
direkten Konsequenzen des eigenen Handelns.
Kognitive Fähigkeiten: Hunde besitzen eine komplexe
Wahrnehmung, ein gutes Gedächtnis und die Fähigkeit,
Probleme aktiv zu lösen.
Ausdrucksverhalten und
Kommunikation
Körpersprache lesen: Hunde kommunizieren primär
nonverbal durch Ohrenstellung, Rutenhaltung,
Muskeltonus und Beschwichtigungssignale (Calming
Signals).
Missverständnisse aufdecken: Ein Großteil
psychologischer Probleme entsteht, weil Menschen die
feinen Signale von Stress, Überforderung oder Angst
falsch interpretieren oder übersehen.
Emotionen und Psychpathologie
Gefühlswelt: Hunde erleben nachweislich primäre
Emotionen wie Freude, Angst, Wut, Trauer und Ekel.
Ursachenforschung bei Störungen:
Verhaltensauffälligkeiten wie Aggression, Trennungsangst
oder Stereotypien werden in der Tierpsychologie als
Symptome tieferliegender Konflikte (Traumata,
chronischer Stress, Deprivation) behandelt, nicht als
bloßer „Ungehorsam“.
Das System Mensch-Hund
Halter-Coaching: Der Hundepsychologe therapiert selten
den Hund isoliert. Der Fokus liegt auf der Analyse und
Optimierung der Beziehung, der Führungskompetenz und
der Umweltstrukturen, die der Mensch vorgibt.